Hausarbeit im Grundkurs Deutsch 12/II

zum Thema

 

„Was ist Freiheit“

u.a. in Bezug auf den Roman von

Imre Kertész „Roman eines Schicksallosen“

 

 

 

Angefertigt im Zeitraum vom 24.01.2004 – 03.02.2004

von Sebastian Barthel und Martin Wilhelm

 

Kursleiter: Herr Preissner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

                                                                                                           Seite

 

1.  Einleitung                                                                                   03

 

2.      Allgemeine Definition von Freiheit                                             03

 

3.      Definitionen von Philosophen und Politikern                             04

 

4.      Zitate zum Begriff der Freiheit                                                   05

 

5.      Das Verständnis von Freiheit von Imre Kertész                        07

 

6.      Gibt es überhaupt Freiheit ?                                                      09

 

7.      Schlussfolgerung                                                                       10

 

8.      Quellenverzeichnis                                                                    11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Einleitung

 

Mit dieser Arbeit möchten wir uns mit der Frage „Was ist Freiheit ?“ auseinandersetzen. Dabei haben wir uns ebenfalls gefragt, ob es Freiheit überhaupt gibt. Zuerst haben wir eine allgemeine Definition des Begriffs Freiheit herausgesucht und uns danach mit den Definitionen von Philosophen und Politikern beschäftigt. Diese Definitionen haben wir dem Verständnis von Freiheit von Imre Kertész, das in seinem Roman „Roman eines Schicksallosen“ deutlich wird, gegenübergestellt. Der Roman und die Gedanken des Erzählers sollen natürlich bei dieser Arbeit im Vordergrund stehen.

 

2. Definition von Freiheit

Freiheit bezeichnet das Fehlen von Zwängen. Im erweiterten Sinn bedeutet Freiheit das Fehlen von (meist unerwünschten) Eigenschaften oder Dingen (Frei von Schuld). Im engeren Sinn ist Freiheit das Gegenteil von Gefangenschaft. Ethisch ist Freiheit das Recht, die Möglichkeit und die Verpflichtung des Menschen zur Selbstbestimmung und zum Ausdruck seines freien Willens. Philosophisch ist Freiheit die Fähigkeit zur Entscheidung. Nach der Definition von Spizona ist "Freiheit Einsicht in die Notwendigkeit".

Freiheit bezeichnet die Möglichkeit, unter mehreren Optionen wählen zu können, ohne Sanktionen befürchten zu müssen.

Man unterscheidet zwischen Freiheit von und Freiheit zu.

Freiheit von bedeutet hier, dass etwas nicht vorhanden ist, z.B. Freiheit von Behördenwillkür, oder Freiheit von Repressionen.

Freiheit zu bedeutet die Erlaubnis, etwas ohne unnötige Einschränkungen zu tun oder zu vertreten.

Manche verstehen darunter die Freiheit von Religion in dem Sinne, dass außerhalb des privaten und des explizit religiösen Bereichs die Religion nicht ausgedrückt werden sollte (z.B. Moslems keine Kopftücher in der Schule tragen sollen), während andere darunter die Freiheit zu verstehen (im Beispiel also die Freiheit der Moslems, auch in der Schule Kopftücher zu tragen).

Die "Freiheit" in der Dritten Welt (nicht verhungern) wird also nie die Freiheit der Ersten Welt sein (Manager werden)

Der freie Wille steht im Gegensatz zu Vorstellungen des Determinismus aller Art (z. B. Schicksal, göttlicher Wille).

 

3. Definitionen von Philosophen und Politikern

Immanuel Kant versteht unter der Freiheit jedoch nicht die grenzenlose Freiheit der Willkür, sondern die Freiheit zur Selbstbestimmung, also die bewusste Befolgung des Gesetzes, das sich die Vernunft selbst gegeben hat. Freiheit heißt bei Kant also vor allem Freiheit zur Vernunft. Er setzt Freiheit mit sittlichem Handeln gleich.

John Rawls stützt sich mit seiner Theorie der Freiheit auf Kant. Die eigene Freiheit hört da auf, wo die Freiheit anderer anfängt. Wichtig ist Gerechtigkeit. In einer Übereinkunft von Menschen, die nicht wissen, wie sie zueinander stehen, muss man Prinzipien entwickeln. Nur dadurch, dass Regeln aufgestellt werden, kann es Gerechtigkeit geben. Jeder Mensch hat einen Anspruch auf Würde, Anerkennung und Selbstachtung. Ohne diese sind alle anderen Rechte zwecklos. Wenn man jemanden die Würde nimmt, ist er verletzlich und manipulierbar.

Adolf Hitler sah in der Freiheit des Einzelnen eine Schwächung des Staates, er forderte Opfer und die Mobilisierung aller Ressourcen für seine Kriegspolitik. Wenn man von einem nationalsozialistischen Freiheitsbegriff sprechen kann, dann in dem Sinne einer totalen Freiheit des NS-Staates, der sich in seiner Handlungsfreiheit nicht beschränken lassen wollte.

Der demokratische Staat sollte mit seinen Gesetzen die Freiheit derer einschränken, die ansonsten die Freiheit anderer einschränken würden. Ein Gesetz, das die Freiheiten von Menschen einschränkt, ohne gleichzeitig mehr Freiheiten von anderen Menschen zu schützen, ist aus freiheitsideologischer Sicht abzulehnen. Gesetze, die Freiheiten einschränken, um Freiheiten zu schützen, sind z.B. Gesetze gegen Mord, Freiheitsentzug, Vergewaltigung, Betrug und Diebstahl.

Für Karl Marx ist Freiheit die subjektive Einsicht in die objektive Notwendigkeit. Individuum und Gesellschaft hängen zusammen, deswegen darf der Mensch, wenn er ein vernünftiges Wesen ist, nichts tun, was der Gesellschaft schadet, da es zwangsläufig auch ihm schadet. Gesellschaftliche und individuelle Ziele sind identisch. Diese Erkenntnis ist Freiheit.

Für die christliche Kirche soll der Mensch durch seine Freiheit in Wahrheit und Güte wachsen. Die Freiheit erreicht dann ihre Vollendung, wenn sie auf Gott ausgerichtet ist. Solange sich die Freiheit nicht endgültig an Gott, ihr höchstes Gut, gebunden hat, liegt in ihr die Möglichkeit, zwischen Gut und Böse zu wählen, also entweder an Vollkommenheit zu wachsen oder zu versagen und zu sündigen. Je mehr der Mensch das Gute tut, desto freier wird er. Wahre Freiheit gibt es nur im Dienst des Guten und der Gerechtigkeit. Die Entscheidung zum Bösen ist ein Missbrauch der Freiheit und macht den Menschen zum Sklaven der Sünde. Die Freiheit gibt uns nicht das Recht, alles zu sagen und alles zu tun. Denn es gibt ein größeres Gut als die Freiheit, nämlich die Liebe. Wer sich von der Liebe entfernt, kettet sich an seinen Egoismus, zerreißt das Band der Brüderlichkeit und lehnt sich letztlich gegen Gott auf.

 

4. Zitate zum Begriff der Freiheit

Wer Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.

Ein wahrhaft freier Mensch ist jemand, der eine Einladung ausschlagen kann, ohne eine Ausrede zu gebrauchen.

Jules Renard

Freiheit - das heißt keine Angst haben, vor nichts und niemandem.

Konstantin Wecker

Ich erwarte nichts, ich fürchte nichts, ich bin frei.

N. Kazantzakis

Für freie Menschen sind Drohungen wirkungslos.

Cicero

 

Die Freiheit besteht darin, dass man alles tun kann, was einem anderen nicht schadet.

Schopenhauer

Freiheit kann man einem zwar lassen, aber nicht geben.

Friedrich von Schiller

 

Wisset, dass das Geheimnis des Glücks die Freiheit, die Voraussetzung der Freiheit aber der Mut ist.

Perikles

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern das er nicht tun muss, was er nicht will.

Jean-Jacques Rousseau

Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.

Marie von Ebner-Eschenbach

Viele meinen frei zu sein - frei, weil sie sich nie über die Kreise hinausbewegten, an denen ihre Ketten anspannen.

Die Sklaverei lässt sich bedeutend steigern, indem man ihr den Anschein der Freiheit gewährt.

Ernst Jünger

... das Gesetz nur kann uns Freiheit geben. (Was wir bringen)

Johann Wolfgang von Goethe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5. Das Verständnis von Freiheit von Imre Kertész

 

Das Verständnis von Imre Kertész ist auf den ersten Blick etwas unverständlich und völlig gegensätzlich in Bezug auf die allgemeinen Definitionen von Freiheit (s. 2 „Im engeren Sinn ist Freiheit das Gegenteil von Gefangenschaft“). Obwohl sich der Erzähler im Konzentrationslager in Gefangenschaft befindet, empfindet er trotzdem ein gewisses Gefühl von Freiheit. Natürlich hofft er wieder in seine Heimat zurückzukehren und frei zu sein, aber mit der Zeit findet er auch Freiheit innerhalb der Gefangenschaft. Für ihn gibt es z.B. drei Arten oder Wege aus einem KZ zu entkommen, wobei er sich für die einfachste und „bescheidenste“ Möglichkeit entscheidet, nämlich sich schöne Erinnerungen vor Augen zu führen und so (gedanklich) aus den KZ-Mauern zu entfliehen, um in die Freiheit zu gelangen („Ich hatte schon davon gehört, und nun konnte ich es auch selbst bezeugen: tatsächlich, nicht einmal enge Gefängnismauern können den Flügelschlag der Vorstellungskraft hemmen [...]“ S. 174/175). Die zweite Art ist so tun, als ob man tief und fest schläft und zu denen zählt, „die man sowieso nicht mehr wecken kann, und die sind erfasst“ (S.175). Die dritte und letzte Möglichkeit ist das Entkommen im wahrsten Sinne des Wortes, d.h. ausbrechen und mit viel Glück (ohne gefasst zu werden) entkommen. Imre Kertész sieht sein Leben als einen immer weiterfahrenden Zug, der immer an bestimmten Stationen hält und ihn hinauslässt und ihn später wieder aufnimmt, um weiter zu fahren. Selbst als er im KZ ist, hat er noch Hoffnung, dass er wieder einsteigen kann und an einer anderen Station wieder in die Freiheit entlassen wird („Der Zug fuhr noch“ S.161). Als es ihm später aber schlechter geht, bemerkt er, dass der Zug immer langsamer wird und er die Hoffnung verliert („Da hat der Zug begonnen langsamer zu werden, und schließlich ist er ganz stehengeblieben“ S.165). Das Paradoxe jedoch ist, dass er sich trotz seiner Situation frei fühlt. Für ihn bedeutet Freiheit (unter solchen Umständen), dass es ihm gut geht und er sich wohlfühlt, er nicht arbeiten muss und er seine Ruhe und zu Essen hat , z.B. auf den verschiedenen Krankenstationen („[...] gerade dank des angenehm kribbelnden Bewusstseins davon, dank dieses unversiegbare Freude bietenden Privilegs befand ich mich sehr wohl“ S.195). Ihm bedeutet auch vorerst das „wir sind frei“ (S.257) des Lagerältesten und in vielen weiteren Sprachen nicht sonderlich viel, und er wundert sich eher über die offensichtliche Freude des Verkünders und über die vielen verschiedenen Sprachen als über die Tatsache, dass er nun frei ist. Daran denkt er erst, als weiter verkündet wird, dass nun eine kräftige Gulaschsuppe zubereitet wird („[...] da erst sank ich erleichtert auf mein Kissen zurück, da erst löste sich langsam etwas in mir, da erst dachte auch ich – wohl zum erstenmal ernstlicher – an die Freiheit“ S.259). Sehr interessant ist auch im letzten Kapitel, als er wieder zu Hause ist, die Diskussion mit den beiden älteren Herren. Der Erzähler stellt fest, dass es wenn es ein Schicksal gibt keine Freiheit geben kann und umgekehrt, wenn es Freiheit gibt, kann es kein Schicksal geben und daraus folgert er, dass „wir selbst das Schicksal sind“ (S. 284). Und hiermit stimmt er mit folgender Aussage überein „Der freie Wille steht im Gegensatz zu Vorstellungen des Determinismus aller Art (z. B. Schicksal, göttlicher Wille)“. Denn wenn es das Schicksal gibt, ist man nicht mehr in der Lage frei zu entscheiden, was geschieht oder geschehen wird. Man kann den Lauf der Dinge nicht beeinflussen, sondern ist an etwas gebunden, das einem jegliche Entscheidungsmöglichkeit und Beeinflussbarkeit nimmt. Wenn man jedoch frei ist zu entscheiden, d.h. wenn es Freiheit gibt, dann kann es auch kein Schicksal geben, denn man ist selbst verantwortlich für das was geschieht. Und wenn wir selbst das Schicksal sind, dann sind wir für unsere Schritte, die mir machen verantwortlich und kein anderer, weil auch kein anderer sie gemacht hat, sondern nur wir selbst (S. 284). Somit sind wir auch in der Lage unsere Schritte im voraus zu wissen („Auch sie hatten ihre Schritte gemacht. Auch sie hatten im voraus alles gewusst, auch sie hatten alles vorausgesehen [...]“ S.285). Ebenfalls etwas paradox sind seine Gefühle als er das Haus der beiden Männer verlässt, auf der Straße stehen bleibt und sich plötzlich alles um ihn herum zu verlangsamen scheint (S. 286). Er befindet sich nun in der Freiheit, er ist nicht mehr eingesperrt, aber trotzdem ergreift ihn das schmerzliche Gefühl von Heimweh und alles kommt wieder in ihm hoch („Alles war auf einmal wieder da, wurde lebendig und stieg in mir hoch, all die seltsamen Stimmungen, all die winzigen Erinnerungen überfielen mich, durchzitterten mich. Ja, in einem gewissen Sinn war das Leben dort reiner und schlichter gewesen.“ S.286).

 

 

 

 

 

 

 

6. Gibt es überhaupt Freiheit ?

 

Bei der Erörterung der Frage „Was ist Freiheit“, haben wir uns ebenfalls die Frage gestellt, ob es überhaupt Freiheit gibt. Eine sehr interessante Antwort auf diese Frage findet man im Internet in einem Kommentar von Julia [Nachname unbekannt][1].

Nach ihr ist die Freiheit u.a. „durch äußere und innere Zwänge eingeschränkt. So kann man z.B. nur sehr schwer äußere Freiheit erlangen, da wir an die Gesetze des Staates gebunden sind ohne die ein friedliches Zusammenleben nicht möglich wäre. Neben dieser Abhängigkeit vom Staat gibt es aber auch noch andere äußere Zwänge, die uns z.B. auch in unserer Meinungsbildung bzw. unserer Meinungsfreiheit beeinflussen, da wir von Kindheit an nach und zu einer bestimmten Einstellung erzogen werden.“ Unter inneren Zwängen, die uns in unserer Freiheit einschränken, versteht sie „unsere eigenen Anforderungen und Richtlinien, die wir uns stellen und setzen und nach denen wir leben. Diese inneren Zwänge könne man nur ablegen, wenn man bei allen Dingen spontan entscheidet. Hierbei stellt sich wiederum die Frage, ob ein Mensch auf einer einsamen Insel, der ohne jegliche äußere Einflüsse aufwächst, sich seine Meinung ausschließlich selbst bildet und immer spontan entscheidet auch frei ist ? Die Antwort lautet: Nein ! Denn dieser Mensch ist keineswegs frei von menschlichen Bedürfnissen wie Essen, trinken, auf Toilette gehen und schlafen. Aber diese Bedürfnisse sehen wir mittlerweile als selbstverständlich an und übersehen sie leicht. Und von diesen Bedürfnissen können wir uns nicht frei machen, es sei denn wir sterben, dann sind wir von allem befreit, allerdings auch vom Leben.“ Sie führt weiterhin an, „dass auch Lessing in seinem Drama "Nathan der Weise" zu dem Schluss kommt: "Es ist nicht jeder frei, der seiner Ketten spottet". Auch dieses Zitat unterstützt die Skepsis gegenüber dem Begriff der Freiheit mit dem Hinweis, dass uns die meisten Zwänge denen wir unterliegen, kaum noch bewusst sind. Daher können wir nicht behaupten das wir absolut frei sind. Eine völlige Freiheit ist unmöglich.“

 

 

 

 

 

 

7. Schlussfolgerung

 

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Freiheit war sehr interessant und hat uns neue Sichtweisen zum Gedanken der Freiheit ermöglicht. Es hat sich herausgestellt, dass es sehr viele unterschiedliche Sichtweisen zum Verständnis der Freiheit gibt. Einige bringen Freiheit mit der Aufklärung in Verbindung, andere wiederum mit Gott oder der Gesellschaft. Vor allem wird aber deutlich, dass Freiheit nicht nur mit Unabhängigkeit gleichgesetzt werden kann.

Besonders interessant war hierbei natürlich das Verständnis von Imre Kertész, dass von den anderen Verständnissen stark abweicht, etwas unverständlich und nicht ganz leicht nachvollziehbar ist.

Die Antwort auf die Frage, ob es wirklich Freiheit in dem Sinne gibt, sollte sich jeder selbst beantworten, wobei natürlich der oben vorgestellte Denkansatz zur Beantwortung dieser Frage (s. 6) nicht außer Acht gelassen werden sollte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8. Quellenverzeichnis

http://www.rz.uni-frankfurt.de/~gail/marx/

http://home.t-online.de/home/andreas.steinmetzler/eum.htm

http://free.pages.at/hackmeck/staat.html

http://members.chello.at/nikolaus.werle/Freiheit.htm

http://www.betrachtenswert.de/bw/zitate/zitate_freiheit.htm

http://www.literaturatlas.de/~lc12/kommentarjulia.html

Imre Kertész – Roman eines Schicksallosen (Rowohlt Verlag, 16. Auflage September 2003)

 

 

 

 

 

 



[1] http://www.literaturatlas.de/~lc12/kommentarjulia.html

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